Ratgeber · Lokale Sichtbarkeit
Google-Unternehmensprofil optimieren: So landen Sie in Hamm auf der Karte
Das Google-Unternehmensprofil entscheidet, ob Sie bei „Friseur Hamm“ oder „Dachdecker Hamm“ in der Karte mit den drei Top-Betrieben auftauchen. Es ist kostenlos, in einer Stunde eingerichtet und wirkt stärker als jede Anzeige. Entscheidend sind die richtige Hauptkategorie, vollständige Leistungen, echte Fotos, regelmäßige Bewertungen und die Verknüpfung mit einer Website, die dieselben Angaben trägt.
Warum das Profil wichtiger ist als Ihre Website
Suchen Sie einmal „Friseur Hamm“ auf dem Handy. Das Erste, was Sie sehen, ist eine Karte mit drei Betrieben, Sternen und „Route“-Knopf. Darunter erst die normalen Ergebnisse. Für lokale Suchen ist diese Karte das Schaufenster, und wer darin nicht vorkommt, bekommt den Anruf nicht.
In die Karte kommt man nur über das Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business). Es ist kostenlos. Ich sehe trotzdem bei vielen Betrieben in Hamm ein halb ausgefülltes Profil ohne Fotos, mit falscher Kategorie und drei Bewertungen von 2019.
Schritt 1: Profil anlegen oder übernehmen
Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google Maps. Gibt es schon einen Eintrag, klicken Sie auf „Inhaber dieses Unternehmens?“ und übernehmen ihn. Gibt es keinen, legen Sie ihn unter business.google.com an.
Ohne Ladenlokal: Wählen Sie „Ich biete Dienstleistungen bei meinen Kunden vor Ort an“ und verbergen Sie die Adresse. Geben Sie stattdessen das Einzugsgebiet an, etwa Hamm, Ahlen, Kamen, Unna, Werne, Dortmund, Münster. Genau so würde ich es für mein eigenes Profil machen.
Die Bestätigung läuft per Video, Postkarte oder Telefon. Planen Sie dafür ein bis zwei Wochen ein.
Schritt 2: Die Hauptkategorie richtig wählen
Die Hauptkategorie ist die wichtigste Einstellung überhaupt. Sie bestimmt, bei welchen Suchen Sie überhaupt in Frage kommen. „Friseursalon“ statt „Kosmetiksalon“, „Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“, „Webdesigner“ statt „Beratung“. Zusatzkategorien ergänzen, nicht ersetzen. Höchstens drei bis fünf, und nur solche, die Sie wirklich anbieten.
Schritt 3: Vollständig ausfüllen
Google bevorzugt vollständige Profile. Das heißt konkret:
- Leistungen einzeln anlegen, mit kurzer Beschreibung und, wenn möglich, Preis. Jede Leistung ist eine Suchanfrage, für die Sie auftauchen können.
- Öffnungszeiten inklusive Feiertage. Ein „vorübergehend geschlossen“ an Weihnachten kostet Vertrauen, wenn Sie eigentlich offen haben.
- Beschreibung mit 750 Zeichen: Was Sie tun, für wen, wo. In normaler Sprache, mit dem Ortsnamen.
- Telefon, Website, Buchungslink. Die Website muss dieselben Angaben tragen wie das Profil: Name, Adresse oder Einzugsgebiet, Telefon. Abweichungen schwächen beides.
- Attribute: barrierefrei, Parkplätze, Terminvereinbarung, Zahlungsarten.
Schritt 4: Echte Fotos
Keine Stockfotos. Außenansicht, Innenräume, Team, Arbeitsergebnisse, Vorher-Nachher. Zehn Fotos zum Start, danach jeden Monat ein bis zwei neue. Profile mit aktuellen Fotos bekommen messbar mehr Routenanfragen und Klicks auf die Website. Ein Logo und ein Titelbild, die zur Website passen, machen das Profil wiedererkennbar.
Schritt 5: Bewertungen sammeln, dauerhaft
Bewertungen sind das stärkste Signal, sowohl für Google als auch für den Menschen, der entscheidet, wen er anruft. So funktioniert es in der Praxis:
- Erstellen Sie den direkten Bewertungslink (im Profil unter „Nach Rezensionen fragen“).
- Fragen Sie sofort nach dem Auftrag, solange die Zufriedenheit frisch ist. Persönlich, dann der Link per WhatsApp oder E-Mail.
- Machen Sie es zur Routine: jeder Auftrag, jede Rechnung, ein Satz plus Link.
- Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die guten, in zwei Sätzen. Das zeigt Google und Kunden, dass das Profil lebt.
- Auf kritische Bewertungen sachlich antworten, nie streiten. Wer mitliest, bewertet Ihre Antwort, nicht die Kritik.
Keine gekauften Bewertungen, keine Bewertungen von Mitarbeitern. Google erkennt Muster und sperrt Profile.
Schritt 6: Mit der Website verknüpfen
Das Profil zeigt die Karte, die Website liefert die Tiefe. Beides muss zusammenpassen:
- Dieselben Angaben zu Name, Ort, Telefon (NAP-Konsistenz).
- Strukturierte Daten auf der Website (LocalBusiness-Schema mit Einzugsgebiet), damit Google die Verbindung sicher erkennt.
- Eine Seite pro Leistung und Ort, auf die das Profil verlinken kann.
- Bewertungen auf der Website einbinden, mit Link zum Profil.
Bei den Websites, die ich baue, ist das Teil des Launchs. Für bestehende Seiten gehört es in mein Sichtbarkeits-Paket.
Schritt 7: Wöchentlich pflegen, monatlich messen
Zehn Minuten pro Woche: Bewertungen beantworten, ein Foto oder einen Beitrag ergänzen, Fragen im Profil beantworten. Einmal im Monat in die Statistik schauen: Wie oft wurde das Profil angezeigt, wie viele Anrufe, wie viele Routenanfragen, wie viele Klicks auf die Website. Diese Zahlen sind ehrlicher als jeder Agenturbericht.
Was ich für Sie übernehme
Anlegen oder Übernahme, Kategorien, Leistungen, Beschreibung, Fotos einstellen, Verknüpfung mit der Website und strukturierten Daten, Bewertungslink und Vorlage für die Kundenansprache. Danach können Sie das Profil in zehn Minuten pro Woche selbst pflegen, oder ich übernehme es im Rahmen der Betreuung.
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